Kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche des Heiligen Nikolaus

Die Pfarre von Krapina ist die älteste von allen Pfarren innerhalb des Archidiakonats im Gebiet „Hrvatsko Zagorje“. Man vermutet, dass Krapina im Jahr 1193bereits eine Pfarre war, als Kalan, der Bischof von Fünfkirchen, befiel, Dominik, dem Bischof von Zagreb, und seinen Erben, ein Zehntel von allen Einkommen zu geben, die bis dahin in Krapina vom kroatischen Herzog eingezogen wurden.
Die Pfarrkirche des Heiligen Nikolaus wird zum ersten Mal im Schreiben des Zagreber Bischofs Augustin Kažotić vom 6. Juli 1311 erwähnt (und weiter in den Jahren 1334, 1501 und 1574). Man weiß nicht genau, wann die alte Pfarrkirche im gotischen Stil gebaut wurde, weil sie leider zerstört wurdeund an demselben Ort baute mandann in der Zeit 1901-1903 die neue Pfarrkirche, innerhalb welcherein kleiner Teil der alten Kirche erhalten blieb: eine gotisch gewölbte Sakristei unter dem Turm. Am Eingang in die Sakristei blieb auch der spätgotische Türstock mit ausgeglichenem Bogen erhalten. Einer der Grundsteine besitzt die Aufschrift „Ich Jorg Crewcz“und man glaubt, dass das der Name des Baumeisters ist. Vom Inventar der alten Kirche blieb bis heute eine Reihe der künstlerisch wertvollen Juweliergegenstände aus der Zeit vom XVII. bis zum XIX. Jahrhundert erhalten: Kreuz, spätgotische, frühbarocke, barocke und spätbarocke Becher, barocke Reliquiare, Ziborium und Räuchergefäß. In der heutigen Kirche, die nach dem Vorbild der alten gotischen Kirche vom Architekten Josip Vancaš konzipiert wurde, sind gerade die Orgeln, ein Werk des hervorragenden Orgelbauers F. Heferer (1903), besonders wichtig. Um die Pfarrkirche herum gab es früher einen Friedhof. In dieser Kirche beginnt und endet das Leben der Einwohner von Krapina: hier werden Tauffeiern, Hochzeiten, Primiz- Feier, Totenmessen usw. abgehalten.

Franziskanerkloster und Kirche der Heiligen Katharina

Das Franziskanerkloster besetzt eine sichtbare Stelle im städtischen Bereich von Krapina. Ebenfalls ist auch die Tätigkeit der Franziskaner in Krapina seit dem17. April 1641 sichtbar, als das Kloster dank Ana Marija Keglević-Erdödy und ihrem Bruder Franjo Keglević gegründet wurde.
Am Ort, an welchem sich heute die Kirche der Heiligen Katharina und das Franziskanerkloster befinden, gab es früher nur die Kapelle der Heiligen Katharina (die 1547 erwähnt wird) wie auch ein Armenhaus für die armen Gemeindeglieder. Die neue Kirche wurde am 24. Juli 1657fertiggestellt und geweiht. Neben der Kirche wurde auch das Franziskanerkloster errichtet.
Im Laufe der Zeit sind die Kirche und das Kloster heruntergekommen, jedoch wurden sie immer wieder gebaut und rekonstruiert, dank der Hartnäckigkeit der Gläubigen und der Mönche. Die Haupteigenschaft der Lebensweise der Franziskaner ist die Einfachheit, was sowohl in ihrem äußeren als auch in ihrem geistlichen Leben erkennbar ist. Die Einfachheit ist auch bei der Bauweise der Kirche und des Klosters anwesend, indem sie als wertvolle Anleitung das Monument erreicht (Premrl). Stilistisch gehört der Bau des Klosters von Krapina der Zeit des frühen Barocks in unserem Gebiet zu, einem stilistischen Übergangszeitraum (Übergang Gotik- Renaissance- Barock), während das Innere der Kirche frühbarocke, aber auch spätbarocke Altäre enthält. Das Leben der Franziskaner hinterließ eine unverwischbareSpur in der Geschichte und im heutigen Leben von Krapina.
Neben der geistlichen Tätigkeit haben sich die Franziskaner auch mit der Arzneimittelzubereitung und Krankenpflege beschäftigt. Die Franziskaner wurden nicht nur vom Volk, sondern auch von den Adeligen von Zagorje beschenkt, wovon das wertvolle Kircheninventar zeugt. Im Kloster gibt es eine rare Sammlung der Sakralkunst wie auch eine Bibliothek, die 1650 gegründet wurde und reich an raren Büchern ist, von denen drei Inkunabeln von größter Bedeutung sind:die erste Inkunabel ist „Biblia“ die 1498in Basel gedruckt wurde, die zweite Inkunabel ist das Werk „De exemplis et similituninibus rerum“von Ivan de Sancto Geminiano, das 1499 in Venedig gedruckt wurde, und die dritte Inkunabel ist das Werk des Hl. Thomas von Aquin„Quaestiones de duodecim quodlibet“ das 1475 in Ulm gedruckt wurde und in nur wenigen Exemplaren erhalten blieb. Neben den Inkunabeln wurden in der Bibliothek auch zahlreiche andere religiöse Bücher aufbewahrt.
Die Franziskaner blieben eine andauernde Quelle der geistlichen Tätigkeit in den vergangenen 350 Jahren. Eine durchaus wichtige Person dieses Klosters war Dominik Antolković, der den Fundort des Urmenschen von Krapina entdeckte und dem Professor Gorjanović Kramberger darauf aufmerksam machte. Ende des 17. und im 18. Jahrhundert waren im Kloster das Provinzstudium der Philosophie, Moraltheologie, Rhetorik und die Noviziat tätig, die den Zeitraum der nationalen Wiedergeburt in Krapina und Ljudevit Gaj selbst beeinflussten.
Krapina hat der pastoralen, sozialen und pädagogisch-kulturellen Tätigkeit der Franziskaner zu verdanken, das geworden zu sein, was es heute ist, weil es von den Franziskanern über Jahrhundertegerade in dieser Richtung gelenkt wurde.
Das Franziskanerkloster und die Kirche der Heiligen Katharina stellen heute Refugium und Erholung für die Seele dar. Nochbevor man die Kirche betritt, wird man von den hohen Kieferbäumen beruhigt, unter denen sich die Muttergottesstatue aus dem 18. Jh. befindet. Zum Tag des Hl. Antonius des Großen, dem Beschützer von Feldern und vom Vieh, bringen die Gläubigen Geschenke: Eier, Würste, Getreide, Käse, Milch. Zum Festtag der Heiligen Drei Könige nehmen die Gläubigen das Weihwasser und zum Festtag der Erscheinung des Herrn eine Kerze nach Hause, für denFall eines Todesmoments; am 13.Oktober kommen Kinder, geschmückt mit Lilien und Rosen, dem Hl. Antonius von Padua zum Segen; am 25. November wird die Hl. Katharina gefeiert.
Seit ein paar Jahren finden in der Kirche der Hl. Katharina Konzerte von bekannten Sängern und Musikern statt, die ihre künstlerischen Bedürfnisse durch Sakralmusik ausdrücken, was ein neues Erlebnis im Angebot der kulturellen Inhalte dieses Umfelds darstellt.

Kirche der Muttergottes von Jerusalem in Trški Vrh

Die bekannteste Kirche von Krapina ist die Kirche der Muttergottes von Jerusalem in Trški Vrh. Gebaut im Zeitraum zwischen 1750-1761, stellt sie eine der schönsten Barockkirchen in diesem Teil Kroatiens dar. Obwohl Barock als ein stilistischer Zeitraum künstlerisch den Höhepunkt von Feudalismus kennzeichnet, wurde die Kirche der Muttergottes von Jerusalem von den frommen Bürgern und Bauern als ihre Wallfahrtskirche gebaut. Die Kirche wurde errichtet, um darin die wundertätige Marienstatue unterzubringen, die aus Jerusalem hierher gebracht wurde. Nochbevor die Kirche fertig gestelltworden ist, half die Marienstatue zahlreichen Menschenbei deren Schwierigkeiten und wurde dementsprechend von den Menschenfür wundertätig gehalten. Daraus entwickelten sich der große Glaube, die Gebete und die Dankbarkeit der Leute, wie auch ihre Ausdauer bei dem Bau der Kirche. Seit dem Jahr 1761, als sie am 13. August geweiht wurde, bis heute, blieb die Kirche ein Ort der Versammlung,ein Pilger- ein Wallfahrtsort.
Die Kirche selbst wirkt mit ihrer Ruhe und der Schönheit ihrer Innenräumesehr inspirierend: mit reich erstellten Altären aus der Zagreber Werkstatt von Anton Merzia, Kunstbildern von Anton Lerchinger aus Rogatec und mit raren Orgeln des Meisters Anton Römer aus Graz. Um die Kirche herum befindet sich das Cingulum, gebaut in der Form eines Achtecks, und in jeder Ecke wurde eine kleine Bastei für jeweils eine Kapelle errichtet. Es sind die folgenden Kapellen: Kapelle der Muttergottes von Lourdes, Kapelle des Heiligen Emmerichs, Kapelle des Heiligen Isidor des Bauers, Kapelle der Heiligen Märtyrer Johannes und Paulus. Neben dem Cingulum befindet sich die Kapelle der Auferstehung Jesu Christi als die Beendigung der vierzehn Kreuzwegstationen.
Im Jahr 1898 ließ der Pfarrer von Krapina Stjepan Vukovinski das Cingulum erneuern. Die Wände des Cingulums waren bereits früher mit den Bildern der wundertätigen Werke der Muttergottes von Jerusalem bemalt. Die alten Bilder wurden dann vom Maler Lovro Sirnik aus Trški Vrh restauriert.
Das Cingulum ist ein Ort der Begehung, ein Ort der individuellen Gebete und Vorbereitungen auf die geistliche Ausführung der Schwüre, und die Heilige Maria hilft allen, die an sie glauben.
Die Kirche der Muttergottes von Jerusalem ist neben Trsat und Marija Bistrica der drittgrößte kroatische Wallfahrtsort. Jedes Jahr finden hier im Sommer Wallfahrten statt, die im Mai oder Juni anfangen, und im Oktober enden.
Geistliche Wallfahrt: Mai oder Juni
Segen der Autos: Juni
Wallfahrt der Heiligen Margarete: Juli
Wallfahrt um das Gesicht Gottes: Anfang August
Wallfahrt des Heiligen Bartholomäus: Ende August
Primiz-Wallfahrt: September
Dankbarkeitswallfahrt: am letzten Sonntag im Oktober

Kirche der Muttergottes von Jerusalem in Trški Vrh

Die bekannteste Kirche von Krapina ist die Kirche der Muttergottes von Jerusalem in Trški Vrh. Gebaut im Zeitraum zwischen 1750-1761, stellt sie eine der schönsten Barockkirchen in diesem Teil Kroatiens dar. Obwohl Barock als ein stilistischer Zeitraum künstlerisch den Höhepunkt von Feudalismus kennzeichnet, wurde die Kirche der Muttergottes von Jerusalem von den frommen Bürgern und Bauern als ihre Wallfahrtskirche gebaut. Die Kirche wurde errichtet, um darin die wundertätige Marienstatue unterzubringen, die aus Jerusalem hierher gebracht wurde. Nochbevor die Kirche fertig gestelltworden ist, half die Marienstatue zahlreichen Menschenbei deren Schwierigkeiten und wurde dementsprechend von den Menschenfür wundertätig gehalten. Daraus entwickelten sich der große Glaube, die Gebete und die Dankbarkeit der Leute, wie auch ihre Ausdauer bei dem Bau der Kirche. Seit dem Jahr 1761, als sie am 13. August geweiht wurde, bis heute, blieb die Kirche ein Ort der Versammlung,ein Pilger- ein Wallfahrtsort.
Die Kirche selbst wirkt mit ihrer Ruhe und der Schönheit ihrer Innenräumesehr inspirierend: mit reich erstellten Altären aus der Zagreber Werkstatt von Anton Merzia, Kunstbildern von Anton Lerchinger aus Rogatec und mit raren Orgeln des Meisters Anton Römer aus Graz. Um die Kirche herum befindet sich das Cingulum, gebaut in der Form eines Achtecks, und in jeder Ecke wurde eine kleine Bastei für jeweils eine Kapelle errichtet. Es sind die folgenden Kapellen: Kapelle der Muttergottes von Lourdes, Kapelle des Heiligen Emmerichs, Kapelle des Heiligen Isidor des Bauers, Kapelle der Heiligen Märtyrer Johannes und Paulus. Neben dem Cingulum befindet sich die Kapelle der Auferstehung Jesu Christi als die Beendigung der vierzehn Kreuzwegstationen.
Im Jahr 1898 ließ der Pfarrer von Krapina Stjepan Vukovinski das Cingulum erneuern. Die Wände des Cingulums waren bereits früher mit den Bildern der wundertätigen Werke der Muttergottes von Jerusalem bemalt. Die alten Bilder wurden dann vom Maler Lovro Sirnik aus Trški Vrh restauriert.
Das Cingulum ist ein Ort der Begehung, ein Ort der individuellen Gebete und Vorbereitungen auf die geistliche Ausführung der Schwüre, und die Heilige Maria hilft allen, die an sie glauben.
Die Kirche der Muttergottes von Jerusalem ist neben Trsat und Marija Bistrica der drittgrößte kroatische Wallfahrtsort. Jedes Jahr finden hier im Sommer Wallfahrten statt, die im Mai oder Juni anfangen, und im Oktober enden.
Geistliche Wallfahrt: Mai oder Juni
Segen der Autos: Juni
Wallfahrt der Heiligen Margarete: Juli
Wallfahrt um das Gesicht Gottes: Anfang August
Wallfahrt des Heiligen Bartholomäus: Ende August
Primiz-Wallfahrt: September
Dankbarkeitswallfahrt: am letzten Sonntag im Oktober

Dr. Ljudevit Gaj

„Falls du dem Volk seine Sprache vernichtest, hast du das Volk selbst vernichtet.“ (Fran Kurelac)
Die Besonderheit jedes menschlichen Wesens wird durch die Rede bestätigt. Die Gemeinsamkeit im Geist eines Volkes wird durch die Sprache ausgedrückt. Die Sprache eines Volkes aufzubauen, zu gestalten und zu gründen, ist ein Werk des Prometheus. Doktor Ljudevit Gaj gründete, vergewisserte und befreite die kroatische Sprache vor 150 Jahren. Bis dahin waren Latein, Deutsch, Ungarisch oder sogar Mundarten in manchen Gegenden die Standardsprache in Kroatien. Die Illyrische Bewegung war nur unmittelbar ein Widerstand gegen die Ungarisierung, breiter warsie ein Kampf um die Errichtung Kroatiens als eine Nation, auf den Grundlagen der europäischen bürgerlichen und aufklärerischen Ideen. Das Bürgertum neigte zur Errichtung der nationalen Staaten, zur Bewunderung der nationalen Kulturen, aber auch zur Achtung der Besonderheit des einzelnen Menschen. Der aufklärerische und gleichzeitig romantische Geist, den die Illyrier trugen, erfüllte sie mit einer großartigen geistlichen Stärke, mit Optimismus, und Gaj selbst agierte als „Auserwählter Gottes“- inspiriert vom Glauben an die Verwirklichung der Ideen, deren Träger er war.
Gaj wurde am 8.Juli 1809 in Krapina geboren. Sehr früh begann er, den Schönheiten der Volkssprache zuzuhören. Von seiner ausgebildeten Mutter bei seiner Schulung unterstützt, lernte Gaj zuerst privat, zu Hause in Krapina, und danach besuchte er das lateinische Gymnasium in Varaždin und Karlovac und studierte schließlich Philosophie in Wien und Graz, sowieRecht in Budapest. Jedoch blieb gerade Krapina eine andauernde Inspiration für Gaj. Von der Geschichte über Čeh, Leh und Meh inspiriert, schrieb er als ein fünfzehn Jahre alter Junge ein Büchlein in lateinischer Sprache „Brevis descriptio loci Krapinae“, welches 1826 in Karlovac in deutscher Sprache unter dem Titel „Die Schlösser bei Krapina“veröffentlicht wurde. Dank Gaj wurde Krapina zu einem illyrischen Nest. In der romantisch vergeistigten Natur und besonders in der Landschaftsschönheit der Umgebung von Krapina fanden zahlreiche Illyrier Erfüllung: Gaj, Vraz, Rakovac, Vukotinović, Kukuljević, die die Schönheiten ihrer kroatischen Heimat bewunderten. Hier konnten sie, wie auch an vielen anderen Orten, an welchen man die illyrische Stimmung spüren konnte, zusammen mit Gaj ausrufen:
„Noch wurde Kroatien nicht zerstört, solange wir leben“ ...
Im ganzen Gebiet von Zagorje wurde Gaj begeistert angenommen: Schlösser, Kurien, Pfarrwohnungen waren Treffpunkte der Illyrier.
Der Auftritt von Gaj war aufklärerisch im vollen Sinne des Wortes. Er war der Fackelträger eines neuen Lichts- des Bewusstseins über die kroatische nationale und kulturelle Identität. Laut diesen Bemühungen wurden in zahlreichen Ortschaften Bibliotheken und Lesesäle eröffnet, Bücher gedruckt, Theaterstücke vorgeführt. Krapina lebte zur Zeit der Illyrier mit voller Kraft; 1845 wurde der Lesesaal gegründet, innerhalb dessen die Gesellschaft unter dem Namen „Domorodni dom“tätig war, mit dem Leiter Nestor Kiepach. Zu dieser Zeit war auch die dilettantische Theatergesellschaft tätig, die ihr erstes Theaterstück am 29. August 1841 in einer (verliehenen) Fabrik von Josip Lellis vorführte, die für diese Gelegenheit entsprechend eingerichtet wurde. Vor der völlig besetzten Halle wurden zwei Stücke vorgeführt: „Horvatska vernost“(Kroatische Treue) und„Broj 777“ (Nummer 777), und das Geleitwort fürdie Stücke schrieb Ivan Mažuranić. Im Jahr 1847 wurde in der Veranstaltung des dilettantischen Theaters und des Gesangvereins auch die erste kroatische Oper „Ljubav i zloba“(Liebe und Bosheit) von Vatroslav Lisinski in Krapina vorgeführt. Heute ist das Geburtshaus von Ljudevit Gaj, das sich in der Ljudevit-Gaj-Straße befindet, ein Gedenkmuseum. Grundsätzlich enthält es Exponate in Bezug auf Gaj selbst und auf sein Privatleben.

Historischer Stadtkern von Krapina

Der historische Stadtkern von Krapina wurde bis heute aufbewahrt. Er besteht aus der Gaj-Straße, dem Platz von Ljudevit Gaj, der Magistratska-Straße und der Promenade der kroatischen nationalen Wiedergeburt. Dieser Stadtteil, in dem die historischen, städtischen und architektonischen Elemente erhalten blieben, gibt dem Ambiente dieser Kleinstadtein Gefühl der Intimität. Zahlreiche klassizistische Fassaden wurden renoviert und mit Blumen geschmückt, und an einigen kann man auch manches Sezessionsdetail bemerken.
Krapina ist auch heute ein Marktplatz. Seine Hauptstraßen sind voll von zahlreichen Geschäften, Boutiquen, Gastgewerbeläden, die die Passanten mit ihrem reichen Angebot anziehen. Die Stadtmitte von Krapina ist ein Platz. Er trägt den Namen des großen Geistes der kroatischen nationalen Wiedergeburt, Dr. Ljudevit Gaj. Ihm zu Ehren setzten die Einwohner von Krapina 1891 ein Denkmal, einWerk des Bildhauers Ivan Rendić. Der Platz von Gaj, der alle Hauptstraßen von Krapina vereinigtund in dem alle Straßen von Krapina münden, bedeutet als die Stadtmitte gleichzeitig die Stadt selbst–wohnt man ein wenig weiter vom Platz entfernt, bedeutet das Eintreffen am Platz eigentlich das Eintreffen in Krapina selbst. Krapina ist ein Städtchen mit einer gewissen Intimität und Vertraulichkeit, in dem sich alles ganz in der Nähe befindet, griffbereit und verbunden.

Stadtgalerie - Haus Majcen

Eines der bekanntesten Häuser in Krapina, das Ende des XIX. Jhs. gebaut wurde, ist das Haus der Familie der Rechtanwälte Majcen. Dieses Haus wurde von zahlreichen angesehenen Persönlichkeiten besucht, unter denen auch von J.J. Strossmayer und A. Starčević. Dr. Vlatko Maček war 1912Anwaltslehrling bei Dr. Josip Majcen. Das zwanzigste Jahrhundert hat mit seinen Kriegen zahlreiche angesehene Familien zerstört. Nach dem Bankrott im 1. Weltkrieg ist die Familie Majcen verarmt. Unmittelbare Erben blieben nur noch zwei Töchter Zdenka und Nada, die das Haus der Stadt schenkten, mit der Absicht, dort eine Galerie einzurichten.
Die Galerie wurde anlässlich des 800. Jubiläums der Gründung der Stadt eröffnet, mit der Ausstellung des bekannten Malers Edo Kovačević. In nur einem Jahr wurden in der Galerie mehrere Ausstellungen veranstaltet und die Bildersammlungen des Festivals „Kajkavske Popevke“(Naive Künstler aus dem Gebiet der kajkavischen Mundart) und der ehemaligen Galerie Hušnjakovo (gegenwärtige kroatische Kunst) aufbewahrt.